7. September 2016

Ortsübliche Miete bei verbilligter Überlassung von Wohnraum

Der Bundesfinanzhof hat in seinem am 07.09.2016 veröffentlichten Urteil vom 10.5.2016 in der Rechtssache IX R 44/15 den Maßstab für die ortsübliche Miete bei verbilligter Überlassung von Wohnraum festgelegt.

Nach § 21 Abs. 2 EStG ist ein Mietverhältnis in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufzuteilen, wenn das „Entgelt für die Überlassung einer Wohnung zu Wohnzwecken weniger als 66% der ortsüblichen Marktmiete“ beträgt. Nach Auffassung des BFH ist unter ortsüblicher Miete für Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung nun die ortsübliche Bruttomiete –d.h. die Kaltmiete zuzüglich der nach der Betriebskostenverordnung umlagefähigen Kosten– zu verstehen.

Aus diesem Anlass sollten Mietverhältnisses auf die Höhe der Vergleichsmiete überprüft werden, damit kein anteiliges Abzugsverbot für Aufwendungen eintritt.